Sexueller Mißbrauch von Kindern ist erschreckend weit verbreitet - die Welle von Enthüllungen der letzten Zeit scheint es zu beweisen. Aber könnte es nicht sein, daß wir, sensibel geworden für diese Problematik, die Anzeichen für sexuellen Mißbrauch überinterpretieren?
Der Psychologe Michael Yapko ist dieser Frage nachgegangen. Und er stellt fest: Viele Fachleute - Psychologen, Erzieherinnen und andere - wissen nicht genügend über das Wesen menschlicher Erinnerung, und die Beeinflußbarkeit ihrer Klienten. So haben sie unabsichtlich ihre Patienten veranlaßt, selbst zu glauben, sie seien Opfer von sexuellem Mißbrauch geworden und hatten die Erinnerung daran vollständig unterdrückt. Kenntnisreich und sich der heiklen Thematik stets bewußt, erklärt Yapko, wie es zu solchen Fehleinschätzungen kommen kann. Leidtragende und Fachleute werden hier wichtige Hilfen für ihre Situation erfahren.
Ein einfühlsames Buch, das in einer aufgeregten Debatte der Vernunft wieder Geltung verschafft. pz
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