Irene Berkel: Missbrauch als Phantasma. Zur Krise der Genealogie

Irene Berkel untersucht den sexuellen Missbrauch im Spannungsfeld zwischen realem Kern und phantasmatischem Überschuß.

Sexueller Missbrauch ist in den Medien, in Film, Literatur und Kunst seit langem gängige Münze. Welches Bild von Familie wird uns aber auf diese Weise vermittelt? Was bewegt eine Gesellschaft, deren Vater- und Männerbild in gravierender Weise kompromittiert erscheint? Die vorliegende Untersuchung beleuchtet den öffentlichen Diskurs über den sexuellen Missbrauch als modernes Faszinationsphänomen und Symptom einer Krise der Generationenfolge. Vor diesem Hintergrund stellt Irene Berkel die Frage nach der soziokulturellen Funktion von Inzestverbot und Generationenschranke wie auch nach der religiösen Konzeption von Genealogie, die unserer abendländischen Kultur zugrunde liegt.

Zu Irene Berkel

Mag.a Dr. Irene Berkel: Viele Jahre Mitarbeiterin am Religionswissenschaftlichen Institut der FU-Berlin, Lehrbeauftragte am kulturwissenschaftlichen Institut sowie am "Zentrum für Transdisziplinarität" (Genderstudies), beides an der Humboldt-Universität Berlin. pz

 

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