Aufgrund der Darstellung der Medien könnte man den Eindruck haben, sexuelle übergriffe an Kindern und Morde im Zusammenhang mit sexuellen übergriffen würden rundum zunehmen, während tatsächlich eine gegenteilige Entwicklung zu beobachten ist.
Sexuelle Übergriffe in der Familie werden heute noch immer bagatellisiert, während einvernehmliche strafrechtlich nicht relevante homosexuelle Handlungen zwischen Jugendlichen und Männern nicht toleriert werden. Krebber unterlässt es weitestgehend zwischen den einzelnen Gruppen von Sexualstraftätern zu differenzieren. Aber er zeigt die auf, wie zum Beispiel sexuell motivierte Morde an Kindern in den Medien ausgeschlachtet werden, während man über die hundertfach öfter auftretenden Kindsmorde innerhalb der Familie eher selten berichtet wird.
Andere Stimmen zum Buch
"Ihre Auffassung, dass Sexualdelinquenz auch in der Öffentlichkeit sachlich behandelt werden sollte, teile ich. Dies mag gerade bei diesem Thema schwerfallen, aber eine mehrdimensionale Darstellung wie die Ihre kann dazu beitragen, die Öffentlichkeit sachgerecht zu informieren. Dies ist notwendig." NRW-Justizminister Jochen Dieckmann in einem persönlichen Brief
"Es handelt sich um einen informativen Reader, journalistische Arbeit im besten Sinn, da er Wissen aus vielen benachbarten Fachgebieten, wie der Kriminalistik, der Rechtswissenschaft, der Strafvollzugskunde, der forensischen Psychiatrie, aber auch der Rechtsphilosophie und der Sozialwissenschaft anschaulich aufbereitet und damit auch integrativ zusammenträgt." Prof. Dr. Wolfgang Berner, Abteilung für Sexualforschung der Universitäts-Klinik Hamburg-Eppendorf
"Werner Krebber untersuchte das Verhältnis der Medien zu psychisch kranken Rechtsbrechern und plädiert vor allem für eine Versachlichung der Diskussion um Sexualstraftäter". Petra Bühring in "Deutsches Ärzteblatt"
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