Pädophilie, als "paedophilia erotica" vom Sexual-Wissenschaftler Krafft-Ebing verwendeter Begriff zur Bezeichnung eines auf Kinder gerichteten erotischen Begehrens.
Wissenschaftlich gesehen versteht man unter Pädophilie die permanente Zuneigung zu Kindern beiderlei Geschlechts. Mediziner und Kriminologen definieren Pädophilie rein vom Aspekt der sexuellen Attraktion her, Betroffene selbst sehen Pädophilie aber als viel mehr denn nur sexuelle Ausrichtung, sondern als eine generelle Affinität zu Kindern, die neben der Sexualität auch die Faszination für die gesamte kindliche Lebenswelt beinhaltet. de.boywiki.org, jufo.net
Weitere Gedanken dazu
Unsere These lautet mithin: Das Begehren zum Kind ist eine eigenständige und ausdifferenzierte Sexualform. Das Kindliche als autonomer Gegenstand des sexuellen Wunsches erweist sich auch daran, dass es sich teilweise von Altersdimensionen lösen kann, nämlich wenn "Erwachsene" erotisiert werden, weil und insoweit sie kindlich wirken (…) Dass die Pädophilie eine eigenständige Sexualform ist, erweist sich an ihrem komplexen Aufbau,der in den wesentliche Dimensionen anders aussieht als beim Inzest und Missbrauch.
Als solche Dimensionen nenne ich: die Kommunikationsform zum Kinde, der Umgang mit eigenen Bedürfnissen (etwa: auf das Ende vorbereitet sein), die Zurichtungen in der eigenen Wohnung und im Freizeitverhalten, der Kontakt zu den Eltern, die Sprachregelungen, sowie der Schutz vor kinderschützender Intervention. Aus: Die Lust am Kind, Rüdiger Lautmann
Der pädophilie Impuls: Ähnlich wie andere während der siebziger und achtziger Jahre auf den Gebieten Homophobie und Sexualstrafrecht forschende Wissenschaftler in der BRD und Westeuropa (…) gelangte Bleibtreu-Ehrenberg über diese Themen recht schnell zur Erforschung der Pädophilie (...)
Die besondere Bedeutung (ihres Werks) "Der pädophile Impuls" ergibt sich daraus, dass es sich bei der Arbeit, neben später Feierman 1990 um weltweit die einzige bekannte wissenschaftliche Monographie zur Pädophilie handelt, die das Studienobjekt nicht allein unter Gesichtspunkten der Psychologie, Soziologie, Geschichtswissenschaft und Ethnologie, sondern darüber hinaus vor allem der Anthropologie wie Zoologie betrachtet. (...) kommt Bleibtreu-Ehrenberg zu dem Schluss, dass es einen als Pädophilie benennbaren Impuls unverändert im Tierreich, bei Naturvölkern, in der griechischen Antike, sowie in den modernen westlichen Industriestaaten gebe.
Dieser Impuls sei genetisch verankert, in seiner Anlage grundsätzlich friedlich, zur psychosexuellen und biologischen Kindesentwicklung komplementär, sowie aus soziobiologischen und, bei Menschen und Menschenaffen, anthropologischen Ursachen heraus bei Mensch und Tier gleichermaßen notwendig, obwohl er (aufgrund konstitutioneller Veranlagung zur Polygamie speziell bei Pädophilen) stets nur eine Minderheit der ausgewachsenen Individuen beträfe. Quelle: Lexikoneintrag Gisela Bleibtreu-Ehrenberg, wikipedia.de
Siehe auch "Was ist Pädophilie".
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