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Pädophilie | Päderastie | Ephebophilie | Weitere Begriffe
Die folgende Definition befindet sich im Aufbau. Anpassungen, Ergänzungen und Korrekturen werden folgen. Leser sind ausdrücklich zur Mitarbeit aufgerufen.
Päderastie bedeutet wörtlich übersetzt die Liebe zum Knaben. Ursprünglich stammt dieser Begriff aus der altgriechischen Sitte sexueller Beziehungen zwischen erwachsenen Männern und Knaben. Päderastie bezieht sich in der heutigen Auslegung auf die homophile Liebe zwischen Knaben ab 12 bis 18 Jahren zu erwachsenen Männern. Wenngleich es eine Schnittmenge zwischen den Begriffen Pädophilie und Päderastie gibt, sollten die beiden Begriffe nicht synonym verwendet werden. Pädophilie bezeichnet die Liebe zu Kindern unter 14 Jahren beiderlei Geschlechts, während Päderastie nur die Liebe ab 12 Jahren und ausschliesslich bei männlichen Jugendlichen beschreibt. Die Tatsache, dass dieser Begriff existiert, während es kein Synonym zu weiblichen Jugendlichen gibt, erklärt sich aus der Abweichung dieser Liebe von der normalen heterosexuellen Liebe, die keiner besonderen Benennung bedurfte, selbst wenn das Mädchen noch ein Kind war.
Historische Betrachtung
Im alten Griechenland und später auch im arabischen Raum wurde Päderastie zur stillen oder auch offen tolerierten Praxis. Der Eromenos, wie die Knaben im alten Griechenland genannt wurden, wurden geliebt von den Erastes, die oft viel älter waren als die Knaben. Obwohl später durch die Schwulen adaptiert und romantisiert, unterschied sich die Knabenliebe im alten Griechenland beträchtlich von normalen homosexuellen Beziehungen. Weder der Knabe noch der erwachsene Partner musste homosexuell veranlagt sein. Vielmehr war es für den erwachsenen Mann die oftmals einzige Möglichkeit vor der späteren Heirat und dem eigenen Familienleben seine Sexualität auszuleben. Für den Knaben ergab sich die Möglichkeit in der strengen sozialen Hirarchie des alten Griechenlands für sich selbst Vorteile zu verschaffen, indem er der Lustknabe eines wichtigen Würdeträgers wurde. Im Unterschied zur Päderastie im späteren antiken Rom beinhaltete die altgriechische Päderastie auch eine pädagogische Komponente. Während es die Aufgabe des erwachsenen Part war dem Knaben die Werte und Gebräuche zu vermitteln, die dieser zu einem guten Mann machten, gab es z. B. in Sparta auch die Sitte, wonach der erwachsene Part umso mehr Beachtung fand, wie besser er den Knaben charakterlich gut erzog und ihn darum liebte und weniger weil er ihn sexuell begehrte.
Weniger romantisch war die Päderastie im alten Rom. Zwar gab es Knabenbordelle und berühmte päderastische Beziehungen wie jene zwischen Kaiser Hadrian und Antinous, jedoch war Päderastie offiziell verboten. Die pädagogische und gesellschaftliche Bedeutung verschwand immer mehr. Die Knaben waren zumeist Sklaven und die Männer waren jene, die sich Sklaven leisten konnten. Mit dem Aufkommen des Christentums verwand die Toleranz gegenüber der Päderastie vollständig. Im Mittelalter wurde Päderastie wie auch Homosexualität mit dem Tod durch Verbrennen bestraft.
Andere Kulturen
Im China des 10. Jahrhunderts kam es zu Knaben-Ehen, wobei der eine Knabe wesentlich älter als der andere war. Diese Knaben-Ehen die "verschworener älterer/jüngerer Bruder" genannt wurden, hielten bis der jüngere (oft unter Mithilfe des älteren) eine Frau gefunden hatte.
Auch von den Maya ist bekannt, dass gerade unter jungen Männern und Knaben päderastische Beziehungen gepflegt wurden.
Die Päderastie im arabischen Raum hat sich aus ähnlichen Motiven entwickelt wie im alten Griechenland. Die strenge Sittenlehre wonach sexuelle Aktivitäten vor der Heirat verboten waren, führten zu päderastischen Beziehungen, die zwar offiziell nie toleriert waren, in der Praxis aber oft statt fanden.
Stand 22.08.2007. Diese Definition wird laufend ergänzt.
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