Doktorspiele im Kindergarten

Eine Pädagogin und Kindergärtnerin aus Norwegen fordert öffentlich, Sexspiele von Kindern im Kindergarten zu erlauben.

Lesen Sie diesen Artikel in rechten Spalte. Hier nun weitere Informationen zum Thema "Doktorspiele".

"Im 6. Lebensjahr, wenn die geistige Entwicklung zur Generalisierung von Einzelerlebnissen drängt haben manche Knaben, die nur ein einziges Mädchen entkleidet gesehen haben, und Mädchen, die vielleicht nur einen Knaben kennen, das Bedürfnis, festzustellen, ob ihre Beobachtungen ein „Einzelfall“ waren oder ob auch andere Kinder so aussehen. Es kommt daher gelegentlich zu Entkleidungsszenen, den Doktorspielen." Quelle: Entwicklungspsychologie, Lotte Schenk-Danzinger

Wann sind es Doktorspiele, wann sexuelle Übergriffe? Wann sollen Erwachsene eingreifen? Meine Freundin Karin, eine Psychologin, beruhigte die aufgebrachten Gemüter. "Doktorspiele sind entwicklungspsychologisch gesehen etwas Normales", erklärte sie. Kinder sind von Anfang an sexuelle Wesen. Das Saugen an der Brust oder das Herumspielen an den eigenen Geschlechtsteilen bringt schon Babys Spass und Lust. Zwischen dem dritten und dem sechsten Lebensjahr wird am meisten gedoktert. Kinder ziehen sich aus, untersuchen sich spielerisch gegenseitig und zeigen sich die Geschlechtsteile. Vielen wird erstmalig der Unterschied zwischen Mädchen und Jungen bewusst. Sie spüren, was Spass macht und was unangenehm ist. Und das sei auch gut so, sagte Karin. Haben Kinder alles entdeckt, wird das Spiel langweilig und hört in der Regel von alleine wieder auf. Quelle: beobachter.ch

"Evolutiver Ursprung im Tierreich: Pädophilie begründe sich im Unterschied zur Pseudopädophilie laut Dr. Bleibtreu-Ehrenberg zwar auf einem zu kindlicher Sexualität kompatiblen Bedürfnis nach einvernehmlichen Doktorspielen (anstelle erwachsener Formen von Sexualhandlungen zur Befriedigung aktiven kindlichen Neugierverhaltens, gehe jedoch als eine von der Evolution bereits im Tierreich hervorgebrachte genetische Veranlagung zur auch, aber nicht nur Sexualität vermittelnden zärtlich-affektiv besetzten Pflege, Aufzucht und Sozialisation genetisch nichtverwandten Nachwuchses darüber hinaus.

Diese für beide Seiten sowohl physisch wie psychisch positiv-affektiv besetzte Vermittlung sei notwendig, da anders als bei Reptilien und Vögeln die Auslebung von Sexualität wie das gesamte Sozialverhalten bei höheren Wirbeltieren gemeinhin ausschließlich durch Sozialisation erworbene Fähigkeiten seien; isoliert aufgezogene Tierexemplare seien zu beidem nicht oder allenfalls extrem dysfunktionell fähig, und zwar auch dann, wenn schon mit Beginn der Pubertät eine Heranführung an eine oder beide der Fähigkeiten durch Aufhebung der Isolation versucht wird (…)

Allerdings sei bei den Primaten (einschließlich des Menschen) ein geringeres Vorkommen dieser bestimmten genetischen Veranlagung zu finden; nicht alle, sondern nur eine bestimmte Anzahl etwa von isoliert aufgezogenen Affenexemplaren beiderlei Geschlechts zeige im Erwachsenenalter einen automatischen Trieb zur Pflege und Fürsorge junger Artgenossen im Kindesalter, der im Falle der Nichtverwandtschaft auf jedenfall die Vermittlung von Sexualität in Form von beiderseits affektiv besetzten Doktorspielen mit einschließe. Es sei jedoch nicht zu beobachten, dass mit dem geringeren Vorkommen eine verminderte Nützlichkeit dieses Sozialverhaltens einhergehe, da jedes pädophil veranlagte Exemplar aufgrund mangelnden Monogamiegebots im Tierreich für eine Reihe von Jungtieren zusätzlich oder auch selbständig und unabhängig zur Sexualität nicht beinhaltenden Aufzucht durch genetische Verwandte sorgen könne.

Der pädophile Impuls sei bei den entsprechend veranlagten Individuen stammesgeschichtlich von der Evolution fester verankert als der Brutpflegeinstinkt aufgrund genetischer Verwandtschaft, wie etwa der Mutterinstinkt, bei den höheren Wirbeltieren allgemein. Während pädophile Exemplare auch im Falle der vormaligen Isolation stets mit Schutz- und Pflegehandlungen auf junge Artgenossen reagierten, mit denen sie im Falle genetischer Nichtverwandtschaft beiderseits affektiv besetzte Doktorspiele ausführten, töteten isoliert aufgezogene Schimpansenmütter, die über diesen angeborenen Impuls offenbar nicht verfügten, oft sogar ihren als rätselhaften Störfaktor empfundenen eigenen genetischen Nachwuchs. (Aus unterschiedlichen Quelle zusammengefügt)

"Bleibtreu-Ehrenberg definiert diese Doktorspiele wie folgt: "Das mit der Reaktion auf das Kindchenschema zusammenhängende Liebkosen umfaßt bei nichtmenschlichen Primaten und denjenigen Naturvölkern, die keine diesbezüglichen Tabus besitzen, Streicheln, Beriechen, Belecken, Balgen und das bekannte Lausen [= beim Menschen Kraulen und Massage]. Berührungen und Manipulationen an den Genitalien der Kinder gehören in diesen Kontext des Zuwendungsverhaltens mit hinein, wobei beim Menschen infolge der gesteigerten Beweglichkeit der Hand noch Handlungen hinzukommen, die manche der oben genannten Formen von Zuwendung ergänzen. Das eigene Reagieren auf den Schlüsselreiz des Kindchenschemas bringt dem Reagierenden ein intensives Befriedigungserlebnis (sozusagen die Belohnung der Natur für das Antworten auf den Schlüsselreiz)." (Aus unterschiedlichen Quelle zusammengefügt)

"Ferner sei der von Mrazek angeführte Vergleich von einvernehmlichen Doktorspielen mit: „Alkohol, Marihuana, Kokain und Heroin“ (vgl. auch Finkelhor 1990, der meinte, als klinischer Psychiater die von Sandfort untersuchten Beziehungen mit brutalster Versklavung von Helotenvölkern vergleichen zu müssen) schlicht unakzeptabel und zeuge sowohl von: „tiefer emotionaler Abscheu“ gegen das untersuchte Thema wie von Arroganz gegenüber jenen vermeintlichen Opfern, denen er bestimmte moralisch gebotene Empfindungen, Wahrnehmungen und seelische wie physische Konsequenzen vorschreiben will, und schließlich auch von Homophobie, aufgrund derer die untersuchten gleichgeschlechtlichen Handlungen quasi die beteiligten Jungen mit ausschließlicher Homosexualität auf Lebenszeit infizieren würden, worauf die Ergebnisse der Studie keineswegs hinwiesen" Quelle: Kommentar zu "Der pädophile Impuls - wie lernt ein junger Mensch Sexualität" von Gisela Bleibtreu-Ehrenberg

"Türkei: Bis zur Heirat (die früher mit der Pubertät vollzogen wurde) sind Kontakte zum anderen Geschlecht für große Teile der Gesellschaft praktisch unmöglich. Das führt u.a. dazu, daß vor allem in ländlichen Gebieten der Geschlechtstrieb an Tieren befriedigt wird. Die im Abendland für die Zeit der Pubertät bekannten Doktorspiel werden aufgrund des unerreichbaren anderen Geschlechts nicht selten zu feurigen Liebschaften, die womöglich erst in der Selbstfindung der Heirat nach absolviertem Militärdienst ein Ende finden." Quelle: ob.nubati.net

 

 

 

 

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Doktorspielender Kindergarten: Der Artikel

 

Karin Ståhl, familienpolitische Sprecherin der rechtspolulistischen Partei FRP meint zutiefst schockiert: "So was gehört doch da nicht hin". Die Boulevardzeitung Dagbladet meldet auf dem Titel: "Sie will Sexspiele im Kindergarten" und zeigt dabei eine Grossaufnahme der Pädagogin Pia Friis.

Die ganze Aufregung entstand durch einen Bericht in einer Fachzeitschrift für Pädagogik von Oktober 2007 (pbl.no). Frau Friis gibt darin Auskunft wie Pädagogen mit Situationen umgehen sollten, wenn sie Kinder bei sexuellen Spielen überraschen. Dabei brachte sie Beispiele aus ihrem eigenen Kindergarten in dem "alle Typen sexueller Spiele" erlaubt seien. "Sie können sich anschauen und ihre Körper erforschen, Doktorspiele machen oder Vater und Mutter spielen, onanieren oder nackt herumtanzen." Sie forderte andere Fachleute dazu auf Kinder bei solchen Situationen nicht zu behindern und damit zu verunsichern sondern gerade im Gegenteil sie in ihrem Tun zu fördern.

 

Unsichere Kindergartenpädagogen würden Kinder negativ beeinflussen und damit auch in ihrer Entwicklung stören, wenn die Kinder sexuelle Entdeckungen als etwas Schlechtes erfahren. Wenn Kindergartenpersonal auf Kinder stossen, die zum Beispiel onanieren, dann soll man zum Beispiel fragen: "Na, ist das schön, was ihr macht?" oder "Fühlt sich das gut an?"

 

Unterstützt wird die These von Frau Friis durch namhafte Psychologen wie Thore Langfeldt: "Erst wenn Kinder wissen, was Sexualität ist, können sie auch Nein dazu sagen. Kinder haben es leichter, von Übergriffen zu berichten, wenn sie schon vorher ein Verhältnis zur Sexualität haben, und sie können besser Grenzen setzen." Der Familientherapeut Jesper Juul begrüsst es, dass Frau Friis das Thema Kindersexualität thematisiert hat. "Viel zu viele fühlen sich noch von kindlicher Sexualiät provoziert. Da ist es gut, wenn das Thema mal auf die Tagesordnung kommt."

 

Für die Familiensprecherin der rechtspopulistischen FRP ist die Debatte jedoch bereits beendet. Sie meint zu den Thesen von Friis: "Ein klares Nein. Das ist gesundheitsschädlich."

Im Rest von Europa versuchen Politiker aus allen Lagern kindliche Sexualität zu tabuisieren. So hat zum Beispiel die deutsche Familienministerin Ursula von der Leyen im vergangenen Sommer den Elternratgeber "Körper, Liebe, Doktorspiele", der bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sieben Jahre lang erscheinen konnte, zurückziehen lassen. Begründung: "unglückliche Formulierungen". pe/TAZ