Der verlorene Soldat, Roeland Kerbosch

Amsterdam 1944. Der zwölfjährige Jeroen (Maaerten Smit) wächst zwischen deutscher Besatzung und seiner überforderten Mutter auf. Das Leben in der Stadt ist gefährlich und das Essen knapp. Wie viele Kinder wird er aufs Land verfrachtet, wo Bauernfamilien gar nicht wissen, was Essenmarken sind und "Ration" immer heißt, daß man satt wird.

Der junge Jeroen wächst inmitten einer liebevollen Fischerfamilie und der zauberhaften Idylle des holländischen Nordens auf. Langsam gedeihen erst sexuelle Gefühle als auch schon das Kriegsende naht und die kanadischen Befreier in das Dorf einziehen. Für Jeroen reduzieren sich die neuen Gesichter bald nur auf das des Soldaten Walt (Andrew Kelley). Eine liebevolle Beziehung entsteht, die von allen geduldet wird. Doch so plötzlich wie die Befreier kamen sind sie auch wieder verschwunden und Jeroen bleibt nur eine Sonnenbrille und ein Photo seines Geliebten, welches versehentlich beim Waschen vernichtet wird. Erst in den 80er Jahren holt der erwachsene Jeroen dieses Gesicht in sein Bewußtsein zurück. Er läßt die wunderbaren Erfahrungen nochmals Revue passieren, denn für Enttäuschungen war ihre Zeit zu kurz..."

Warum ITP diesen Film empfiehlt

In diesem Film wird auf eine realistische Weise erzählt, wie eine Liebesbeziehung zwischen einem Jungen und einem Mann entsteht und welche tiefe Spuren eine solche Liebesbeziehung hinterlässt. Der Junge erlebt den plötzlichen Verlust des erwachsenen Freundes als Trauma, während die Freundschaft und die auch vorkommende Sexualität zwar prägend aber nicht als traumatisch erlebt wird. Eine Beobachtung, die auch ITP bei vielen pädophilen Beziehungen macht. pz

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