Lord of the Flies (original), Peter Brook

Der Film nach der gleichnamigen Novelle von William Golding erzählt in starken Bildern die Entwicklung einer Gruppe englischer Schuljungen, die nach einem Flugzeugabsturz auf einer unbewohnten Insel stranden.

Der nachdenkliche Ralph wird zu ihrem Führer gewählt, und er versucht, das Leben in der Jungen-Gemeinschaft nach strengen Regeln zu organisieren, während sein Rivale Jack das Abenteuer sucht. Unter dem Vorwand, Essbares für die Jungen zu finden, geht Jack mit seinen Anhängern auf die Jagd. Doch einmal "Blut geleckt", entwickelt sich die Gruppe der "Jäger" zu einem mehr und mehr verwahrlosten Stamm mit archaischen Ritualen, der vor nichts zurückschreckt. Die wachsende Feindseligkeit zwischen den beiden Gruppen führt schliesslich zu einem blutigen und beängstigenden Höhepunkt.

Peter Brook hat hiermit die gültige Verfilmung des Romans geschaffen, der die Frage nach dem Ursprung des Bösen aufwirft. (Die Hollywood-Version von 1990 (mit Chris Furrh) wirkt dagegen wie die Verfilmung eines Abenteuer-Urlaubs: kann man getrost vergessen) Ich empfehle dieses Meisterwerk allen Filmliebhabern. pz

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