Suche auf ITP

Google Custom Search

ITP Themen

Start Start

Einstieg Einstieg / Sitemap

Beratung Beratungsangebot

Aktuelle Beiträge Definitionen

Aktuelle Beiträge Aktuelle Beiträge

Archiv Archiv

Interviews Interviews

Wissenschaft Wissenschaft

Justiz Justiz

Literatur Literatur und Filme

Wortmeldungen Wortmeldungen

France Articles en français

English Article in English

ITP Intern

Impressum Impressum

Kontakt Kontakt

Meinung Ihre Meinung

Mitarbeit Mitarbeit bei ITP

Unterstützung ITP unterstützen

Benachrichtigungs-Mail ITP Newsletter

ITP Spezial

Dipl.-Psych. M. Griesemer.
Sammlung aller Arbeiten
weiter

ITP Empfehlung

Kinderpornographie und Internet

Korinna Kuhnen

Kinder-pornographie und Internet

Beschreibung

ITP Verweise

DGFS

WHK / Gigi

DGSS

MAHMic

GSW

 

Hinweise zu ITP-arcados

Die Texte auf ITP-arcados stammen von verschiedenen Autoren mit teilweise sehr unterschiedlichen Sichtweisen zum Thema Pädophilie.

ITP-arcados verfolgt keine politischen Ziele. Vielmehr geht es darum mündigen Menschen neben den Mainstreammedien eine unabhängige und objektive Informationsquelle zur Verfügung zu stellen.

Das Copyright und die Verantwortlichkeit für jeden Text bleibt beim jeweiligen Autor.

Spenden

Mit Spenden an ITP-arcados helfen Sie mit die Beratungsstelle und diese Seiten zu finanzieren. Auch kleine Beiträge werden dankbar angenommen.

Grafikcounter kostenlose counter

Aktuelle Beiträge / Archiv / Sexueller Missbrauch / Nordhorn

Lehren aus dem Fall Nordhorn

Kurzfassung von: «Nordhorn - ein Missbrauchsprozess und die Lehren daraus»

Humanistische Union

Humanistische Union Berlin
Verlagsgemeinschaft Anarche
Atelierstr. 7
D-82266 Inning


Empfehlungen an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
pädagogischer und sozialpädagogischer Einrichtungen

Autor: Klaus Rauschert (Humanistische Union)

Ihnen allen ist gemeinsam, dass Sie mit den Ihnen anvertrauten Kindern viel zusammen sind, sie beobachten können, zu ihnen in eine persönliche Beziehung treten; einzelne dieser Kinder haben keinen anderen Menschen, der sich ihnen so aufmerksam zuwendet. Worunter die Kinder leiden, was sie bedrückt und was ihnen fehlt, geht auch Sie etwas an. Ihnen allen ist aber auch gemeinsam, dass aus Ihrem Kreis, vor allem in den letzten fünf oder zehn Jahren, viele unbegründete Verdächtigungen des sexuellen Missbrauchs von Kindern erhoben worden sind, deren Untersuchung nicht nur den zu Unrecht Beschuldigten, sondern auch den Kindern unermesslichen Schaden zugefügt hat. Meist wäre der Schaden zu vermeiden gewesen, wenn man sich nur an bewährte Regeln der Sozialpädagogik gehalten hätte:

Wir raten:

  1. Beobachten Sie das Verhalten der Kinder unvoreingenommen und nicht auf ständiger Suche nach «Signalen». Seien Sie selbstkritisch, wenn Ihnen ein Verhalten «sexualisiert» vorkommt: Ihre eigenen Erfahrungen und Wertvorstellungen können dazu führen, dass Sie das unnötig alarmiert.
  2. Konzentrieren Sie die Ursachensuche nicht allein auf mögliche sexuelle Verletzungen. Wenn ein Kind ungewohnt aggressiv, bedrückt oder lethargisch oder anderswie auffällig ist, dann kann das vielerlei Gründe haben. Dass ein Kind durch Trennungen, Versagungen oder andere Enttäuschungen gekränkt wird, kommt viel häufiger vor als sexuelle Misshandlungen. Unter den möglichen seelischen Verwundungen sind solche sexueller Art im allgemeinen auch nicht gravierender als andere, die oft ein Leben lang nachwirken. Sie werden nicht gefunden, wenn man nur nach «sexuellem Missbrauch» sucht.
  3. Wenn Sie mit einem Mädchen oder Jungen sprechen, um seinen Problemen auf den Grund zu kommen, dann hören Sie ihm gut zu. Bedrängen Sie die Kinder und Jugendlichen nicht mit Fragen. Bedenken Sie, dass Kinder und Jugendliche heute oft recht gut wissen, dass Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs bereitwilliger geglaubt werden als andere Vorwürfe. Gehen Sie ohne Vorvermutungen in ein solches Gespräch. - Das gilt auch, wenn ein Mädchen oder Junge spontan über sexuellen Missbrauch berichtet. Gehen Sie in diesem Fall auch seinen Absichten und Motiven nach und sprechen Sie mit ihm auch darüber.
  4. Sprechen Sie so bald wie möglich mit den Eltern. Ohne den Kontakt zu ihnen und ohne Vertrauen kann es keine für das Kind gute Lösung geben. Dieses Gespräch ist auch dann - gerade dann - notwendig, wenn mit Fehlhandlungen der Eltern selbst gerechnet werden muss. Es sollte grundsätzlich geführt werden, bevor über weitere Untersuchungen entschieden wird.
  5. Sagen Sie den Eltern, was Sie an dem Kind wahrgenommen haben, und schildern Sie, wenn Sie mit dem Kind gesprochen haben, dieses Gespräch - soweit das Vertrauen des Kindes in Ihre Verschwiegenheit das zulässt. Sprechen Sie sodann mit den Eltern über die Art ihres Umgangs mit dem Kind. Versuchen Sie auch über Konflikte und Misshandlungen zu sprechen. Bezweifeln Sie dabei nicht vorschnell und nicht ohne Grund, dass auch die Mutter und der Vater guten Willens sind, ihrem Kind zu helfen und Schaden von ihm fernzuhalten.
  6. Wenn Sie sexuelle Misshandlungen des Kindes, sei es in der Familie oder durch andere, ernsthaft in Betracht ziehen, dann besprechen Sie auch dies mit den Eltern. Erörtern Sie dabei auch, welche positive Bedeutung zärtlicher Kontakt mit dem Kind oder Jugendlichen hat und wann und wodurch sexuelle Handlungen belasten und schädigen können.
  7. Sagen Sie den Eltern deutlich, dass es Ihnen um - am besten gemeinsame - Hilfe für das Kind geht und nicht um irgendwelche gegen sie gerichtete Massnahmen. Besprechen Sie mit den Eltern, was weiter geschehen soll. Falls Sie eine Unterrichtung anderer Stellen - etwa des Jugendamts oder des Vormundschaftsgerichts - für notwendig halten, dann verschweigen Sie das den Eltern nicht. - Erstatten Sie, auch wenn Sie von strafbaren Misshandlungen überzeugt sind, keine Strafanzeige und legen Sie auch den Eltern oder anderen keine Anzeigeerstattung nahe. Dazu sind Sie berechtigt. Es gibt keine Anzeigepflicht. Die Einleitung eines Strafverfahrens erschwert eine sachgerechte, für das Kind gute Problemlösung in der Regel sehr.
  8. Sprechen Sie, wenn sich der Verdacht sexueller Misshandlungen gegen andere als die Eltern richtet, nach Möglichkeit zunächst mit dem Kind und den Eltern, sobald wie möglich aber auch mit dem Beschuldigten. Beraten Sie erst dann erneut mit den Eltern, ob es für das Kind besser ist, dass der Kontakt zum Beschuldigten beendet wird. Bemühen Sie sich aber auch in diesen Fällen vor allem um eine für das Kind gute Lösung, nicht um Aufklärung möglicher Straftaten.
  9. Wenn Sie nach den Gesprächen mit dem Kind, den Eltern und eventuell dem Beschuldigten nicht sicher sind, ob das Wohl des Kindes von den Eltern gewährleistet werden wird, dann sprechen Sie noch einmal mit dem Kind oder Jugendlichen. Sichern Sie ihm die Möglichkeit, sich jederzeit an Sie oder an eine andere konkret benannte Vertrauensperson zu wenden, wenn ihm Dinge widerfahren, die es belasten oder über die es nur einfach einmal reden möchte. Wichtig ist dabei, dass das Kind diese Vertrauensperson auch akzeptiert. - Sagen Sie dem Kind aber auch, wenn Sie noch eine andere Stelle, etwa das Jugendamt oder das Vormundschaftsgericht über den Vorgang unterrichten wollen. Sonst ist kein Vertrauen zu erwarten.
  10. Seien Sie sich bei alledem Ihrer eigenen Grenzen bewusst, aber bezweifeln Sie auch nicht unnötig Ihre eigene Kompetenz. Besprechen Sie sich mit Kolleginnen oder Kollegen, wenn Sie meinen, dass Sie das sicherer macht. Ziehen Sie eventuell eine Erziehungsberatungsstelle oder andere Fachkräfte zu Rate. Seien Sie aber misstrauisch gegenüber «Expertinnen und Experten für die Aufdeckung des sexuellen Missbrauchs». Sie sind dafür häufig durch Literaturstudium und Kurse vorbereitet, die sie kaum befähigen, die für das Kind beste Lösung zu suchen und zu finden.

Weiterführende Links:

Link Empfehlungen für Ermittlungsbehörden

Alois Krone: Empfehlungen zur polizeilichen Sachbearbeitung in Massenbeschuldigungsverfahren wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern

Link Empfehlungen für Strafverteidiger

Rüdiger Weidhaas

Link Empfehlungen für Gutachter

Helmut Kentler: Zur Begutachtung der Aussagen von Kindern bei Verdacht auf sexuellen Missbrauch

Link Empfehlungen für Journalisten

Christian Schallert

© ITP-pa/pe 1999/2006

Aktuell auf ITP

- 24.08.2008

Mehr Zeit für Anzeige gegen Pädophile

- 24.08.2008

Südafrika - Küssen für unter 16-Jährige verboten

- 24.08.2008

Bundesgericht bestätigt Freispruch für Pädophilen

- 30.05.2008

Durch Computerprogramm Hafturlaub gestrichen - Bundesgericht heisst Beschwerde gut

Neuste Beiträge auf ITP

Pädagogin berichtet über kindliche Sexualität und rät Kinder bei Entdeckungen nicht zu behindern. Rechtspopulisten sind zutiefst geschockt.
weiter
Ergänzungen und Hinweise zu einem Bericht im Magazin «DATUM». Dem neuen Magazin für den "anspruchsvollen Leser".
weiter
In der neuen Rubrik Definitionen versuchen wir die verschiedenen Begriffe zum Thema Pädophilie klarer zu bestimmen und voneinender abzugrenzen.
weiter
Endlich erkennt man auch in der Schweiz, dass aktive Prävention im Vergleich zur juristischen Aufarbeitung die effektivere Bekämpfung von sexuellem Kindesmissbrauch ist.
[Achtung: Fehlinformation durch diverse Schweizer Medien.]
weiter
Das mysteriöse Verschwinden eines drei Jahre alten Mädchens. Die Eltern setzen voll auf die Medien. Bei allem Mitgefühl und Verständnis eine äusserst gefährliche Strategie.
weiter
Chronik der Schlagzeilen
Kindergärterinnen entführen Kinder, damit diese von Männern in Teufelkostümen vergewaltigt werden können. Gefilmt wurde dann auch noch. Die Filme wurden anschliessend im Internet verkauft. Oder war alles gar nicht so?
weiter
Ein Missbrauchsprozess in Österreich gibt zu denken. Eine 42-jährige Frau wird wegen schwerem sexuellen Missbrauch verurteilt. Statt die offensive Annährungsversuche eines 12-jährigen Knaben mit physischer Gewalt Einhalt zu gebieten, hatte sie Sex mit ihm.
weiter
Eine Exklusiv-Story bei der BILD-Zeitung und die wahre Geschichte dahinter. Eine Dokumentation wie gerade in Boulevardmedien mit dem Thema "Kindesmissbrauch" wissentlich und mit Kalkül ein Klima von Angst und Wut erzeugt wird.
weiter