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Minden-Lübbecke (Deutschland) 10. September 2007
Kreis Minden-Lübbecke, Espelkamp (ots) - Nach einem Vermisstenfall Ende August kursieren offensichtlich im Raum Espelkamp Gerüchte, ein "schwarzer Mann" habe ein Kind auf dem Heimweg von der Schule angesprochen und sei mit ihm mehrere Stunden, unter anderem in der Stadt Espelkamp, unterwegs gewesen. Die Polizei konnte allerdings zweifelsfrei ermitteln, dass das Kind den Nachmittag bei einer Schulfreundin verbracht hat. Den Unbekannten hat es in diesem Zusammenhang nie gegeben.
In dem Fall hatten die Eltern eines 9-jährigen Mädchens die Polizei um Hilfe gebeten, da ihre Tochter nach der Schule nicht nach Hause gekommen war. Die Beamten nahmen mit zahlreichen Einsatzkräften die Suche und die Ermittlungen auf. Nur wenige Stunden später konnten die Polizisten das Kind wohlbehalten aufgreifen und den glücklichen Eltern anvertrauen. Die Schülerin war nach einem spontanen Besuch bei einer Freundin wieder auf dem Heimweg und hatte einfach vergessen ihre Eltern zu verständigen. Offensichtlich hat sich aus diesem Fall das Gerücht um den dunkel gekleideten "Fremden" gebildet.
Kriminaloberrätin Inke Pfeiffer, Leiterin der Direktion "Kriminalität" bei der Kreispolizeibehörde, sagt dazu: "Gerüchte dieser Art sorgen bedauerlicherweise immer wieder für eine Beunruhigung der Bevölkerung, speziell bei Eltern von Kindern und Jugendlichen. Außerdem erschweren sie die Ermittlungs- und Präventionsarbeit der Polizei, da in diesen Fällen zunächst in eine Richtung ermittelt wird, die nicht auf Tatsachen basiert."
Die Polizei, so Pfeiffer weiter, möchte diesen Fall dazu nutzen, generell über das Thema um den "schwarzen Mann" aufzuklären und bestehende Ängste zumindest zu minimieren. Sexueller Missbrauch durch fremde Täter ist vergleichsweise selten, solche Taten ereignen
sich öfter in der Familie, in der Verwandtschaft oder im engeren Freundeskreis.
"Einen totalen Schutz vor Gewaltverbrechen an Kindern gibt es nicht", weiß auch die erfahrene Kriminalbeamtin, "dennoch sind eine grundsätzliche Angst davor oder gar Panik weder angebracht noch hilfreich".
So wurden im Jahr 2006 im Kreis Minden-Lübbecke insgesamt 87 Kinder als vermisst gemeldet. In keinem dieser Vermisstenfälle erfolgte tatsächlich eine Entführung durch einen unbekannten "schwarzen Mann". In allen Fällen kehrten die Kinder wohlbehalten zurück.
Quelle: dpa / Kreispolizeibehörde Minden-Lübbecke

Borgsdorf (Deutschland) 2. Mai 2007
Ein Familienvater holte seine Tochter (12) vom Spielplatz ab und wurde danach von einer Nachbarin angezeigt, weil die Frau einen schlimmen Verdacht hegte. Die Polizei leitete sofort eine Großfahndung mit Hubschrauber nach dem Vater ein.
Ursache dieser Hysterie war ein Ereignis vom 25. April gewesen. Einige Eltern hatten ein Flugblatt verteilt, weil ein unbekannter Mann da einer Siebenjährigen den Roller weggenommen hatte und mit ihr in ein Waldstück gehen wollte.
Kurze Zeit nach dem Polizeieinsatz trafen die Beamten den Vater jedoch in seiner Wohnung an. Er konnte die Angelegenheit sofort aufklären und war nicht verärgert über den falschen Verdacht gegen ihn.
Quelle: Shortnews / berlinonline.de
Der grösste Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant.
H. von Fallersleben 1798 - 1874
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