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Aktuelle Beiträge / Archiv / Medien / Madeleine McCann
3. Mai 2007
Dreijähriges Kind britischer Touristen in Portugal entführt
dpa. Ein dreijähriges Mädchen ist unter mysteriösen Umständen aus einer Ferienanlage in Portugal verschwunden. Die Fahnder halten es für erwiesen, dass die Tochter eines britischen Touristenpaares entführt wurde. Die Beamten hätten bereits einen Tatverdächtigen ermittelt und eine Phantomzeichnung anfertigen lassen, sagte ein Polizeisprecher. Wie erst jetzt bekannt wurde, war das Kind bereits im Donnerstag aus seinem Bett in einer Luxus- Ferienanlage am Strand von Praia da Luz verschwunden.
4. Mai 2007
Hunderte Freiwillige und Polizisten durchkämmen die Umgebung. Handzettel und Plakate werden verteilt.
7. Mai 2007
Suche nach entführtem Mädchen an der Algarve intensiviert
dpa. Vier Tage nach der Entführung eines britischen Mädchens aus einer Ferienanlage im Süden Portugals hat die Polizei die Fahndung nach dem Kidnapper intensiviert. Die Suche nach der dreijährigen Madeleine und dem Entführer sei auf einen Umkreis von zehn Kilometern ausgedehnt worden. Das verlautete aus Ermittlerkreisen. An den Grenzübergängen wurden die Kontrollen verstärkt. Der Grenzschutz wies jedoch darauf hin, dass eine Flucht des Entführers ins Ausland nicht ausgeschlossen werden könne.
8. Mai 2007
Pädophilen-Ring nach Entführung von Britin in Portugal in Verdacht
Yahoo News. Nach dem Verschwinden einer dreijährigen Britin aus einer Hotelanlage in Portugal vermutet die Polizei nach Medienberichten die Verwicklung eines internationalen Pädophilen-Rings in den Fall. Die Ermittlungen konzentrierten sich derzeit auf die Frage, ob die kleine Madeleine von einem von Großbritannien aus agierenden internationalen Pädophilen-Ring entführt wurde, berichtete die Zeitung “Correio da Manha” am Dienstag. Nach Angaben der Zeitung “Publico” verdächtigt die Polizei auch eine weltweit agierende kriminelle Organisation, die Kinder zu Adoptionszwecken verkauft.
9. Mai 2007
Vorwürfe gegen portugiesische Polizei im Fall Maddie
Yahoo News. Nach dem Verschwinden der kleinen Madeleine in Portugal sind in Großbritannien heftige Vorwürfe gegen die portugiesische Polizei erhoben worden. Vor allem zu Beginn der Ermittlungen hätten die Beamten vor Ort mehrere gravierende Fehler gemacht, berichtete der “Daily Mirror”. Dadurch habe der mutmaßliche Kidnapper des dreijährigen Mädchens vermutlich Zeit gewonnen, um beispielsweise ins Ausland zu fliehen. Außerdem seien Spuren zerstört worden. Auch Madeleines Großonkel Brian Kennedy beschwerte sich: “Es hat ziemlich lange gedauert, bevor die Polizei in Tritt kam. Die ersten Schritte hätten viel schneller erfolgen müssen.”
Britischer Kinderschutzverein schickt Experten nach Portugal
Yahoo News. Nach dem Verschwinden des dreijährigen britischen Mädchens Madeleine aus einer Hotelanlage an der Algarve hat ein britischer Kinderschutzverein zwei Experten nach Portugal geschickt. Die beiden Verhaltensexperten sollten der portugiesischen Polizei bei ihren Ermittlungen helfen, sagte eine Sprecherin des Vereins Child Exploitation and Online Protection Center (CEOP) der Nachrichtenagentur AFP. Was genau die Aufgabe der Experten sein sollte, wollte die Sprecherin nicht sagen.
10. Mai 2007
Polizei hat neue Spur von entführtem Mädchen
dpa. Eine Woche nach der Entführung eines dreijährigen britischen Mädchens aus einer Ferienanlage im Süden Portugals verfolgen die Ermittler eine neue Spur. Bei der Fahndung nach den Kidnappern suchte die Polizei zwei Männer und einer Frau.
Das Trio war in der Nähe des Tatorts an der Algarve-Küste von den Videokameras einer Tankstelle aufgenommen worden. Diese Aufnahmen könnten möglicherweise den Schlüssel zur Aufklärung des Verbrechens liefern, berichtete die Zeitung «Correio da Manhã» am Donnerstag in ihrer Internetausgabe.
Fahnder tappen nach Mädchen-Entführung in Portugal im Dunklen
dpa. Eine Woche nach der Entführung eines britischen Mädchens aus einer Ferienanlage im Süden Portugals tappen die Ermittler weiterhin im Dunklen. Die Suche nach der dreijährigen Madeleine stecke in einer Sackgasse, berichtet der portugiesische Rundfunksender TSF unter Berufung auf die Polizei. Die Tochter eines britischen Urlauberpaares war vor einer Woche aus ihrem Bett in einer Luxus-Anlage an der Algarve entführt worden. Die Polizei vermutet eine internationale Bande von Kinderschiebern hinter der Tat.
11. Mai 2007
Entführungsfall Madeleine: Millionen-Prämie ausgesetzt
dpa. Ein reicher Brite hat für Hinweise, die zur sicheren Rückkehr der in Portugal entführten dreijährigen Madeleine führen, eine Million Pfund ausgesetzt (1,5 Millionen Euro). Es sei aber unklar, ob die Belohnung mit den portugiesischen Polizeigesetzen vereinbar ist, berichtete am Freitag die britische Presseagentur PA.
Stephen Winyard, Besitzer eines Wellness-Hotels in Schottland, habe die britischen Eltern Madeleines in Portugal über die Millionenofferte informiert. Er hoffe, dass die Belohnung dort öffentlich bekannt gemacht werden darf. Das Kind war vor acht Tagen aus eine Ferienanlage im Süden Portugals verschwunden.
Seitdem sei ein Gebiet von mehr als 200 Quadratkilometern in der Gegend durchkämmt worden, teilte ein Polizeisprecher am Freitag mit. Nach der ergebnislosen Suche werde ein Großteil der mehr als 200 Einsatzkräfte abgezogen.
12. Mai 2007
Madeleines Geburtstag: Eltern flehen um Hilfe
dpa. Am vierten Geburtstag des entführten britischen Mädchens Madeleine haben die Eltern erneut um Hilfe bei der Suche nach ihrem Kind gefleht. «Heute ist Madeleines Geburtstag - bitte suchen Sie weiter nach ihr, bitte beten Sie weiter, bitte helfen Sie, sie nach Hause zu bringen», ließen Gerry und Kate McCann in Portugal in einem Statement verlesen. Unterdessen stieg die Belohnung, die sowohl verschiedene Geschäftsmänner als auch Zeitungen auf Hinweise ausgesetzt haben, auf insgesamt 3,7 Millionen Euro.
13. Mai 2007
Wurde Madeleine McCann von Briten entführt?
mz-web.de. Nach einem Bericht der portugiesischen Zeitung «Correio da Manhã» vom Sonntag verdichten sich die Hinweise, dass die Täter Briten sind und möglicherweise aus dem Umfeld der Eltern stammen. Die Entführung sei von langer Hand in Großbritannien geplant worden, berichtete das Blatt unter Berufung auf Polizeikreise. Britischen Medienberichten zufolge hat die Polizei ein Phantombild eines Mannes, der am Tag der Entführung vor dem Appartement der McCanns gesehen wurde.
15. Mai 2007
Offizielle Ermittlungen gegen Briten im Fall Madeleine
Yahoo News. Nach dem Verschwinden der vierjährigen Madeleine aus einer Hotelanlage in Portugal haben die Behörden eine offizielle Untersuchung gegen einen verdächtigen Briten eingeleitet. Wie die portugiesische Nachrichtenagentur Lusa unter Berufung auf Polizeiangaben berichtet, wurde der 32-Jährige am Montag zwölf Stunden lang von den Ermittlern befragt. Der Verdächtige wohnt den Angaben zufolge in Praia da Luz an der Algarve nur wenige hundert Meter von der Ferienanlage entfernt, aus der das britische Mädchen am 3. Mai verschwunden war.
17. Mai 2007
Bei Suche nach Madeleine neuer Verdächtiger
dpa. Im Drama um die mysteriöse Entführung der kleinen Madeleine in Südportugal ist ein russischer Computer-Spezialist ins Visier der Polizei geraten. Der 22-jährige Sergej M. könnte bei der Fahndung nach den Entführern eine Schlüsselrolle spielen, berichtete die portugiesische Presse. Die Kriminalpolizei wies jedoch darauf hin, dass der Russe nur als Zeuge vernommen und in der Nacht zum Donnerstag freigelassen worden sei.
18. Mai 2007
Griechische Polizei: Keine Spur von Madeleine auf Kreta
dpa. Auf der Insel Kreta gibt es keine Spur von der vor mehr als zwei Wochen in Südportugal entführten kleinen Madeleine. «Wir sind verschiedenen Informationen nachgegangen und haben nichts gefunden», sagte am Freitagabend der Sprecher der griechischen Polizei Georgios Holidis. Zuvor hatte ein Sprecher der portugiesischen Polizei mitgeteilt, eine Urlauberin aus der Schweiz habe das Mädchen zusammen mit einem 40- bis 50-jährigen Mann im Raum des Ferienortes Hersonissos gesehen und die Polizei alarmiert.
19. Mai 2007
Ex-Frau beteuert Unschuld des Verdächtigen
Es gibt erst einen Verdächtigen im Fall der in Portugal verschwundenen kleinen Maddie, den Briten Robert M. Doch die Zweifel an seiner Verstrickung in die Tat wachsen. Jetzt wandte sich seine Ex-Frau mit einem Appell an die Öffentlichkeit. “Ich glaube aufrichtig daran, dass Robert absolut unschuldig ist”, sagte die 41-jährige Dawn M. der britischen Zeitung “The Sun”. “Er ist kein Mensch, der so etwas tun würde, er ist der hilfsbereiteste und aufrichtigste Mensch, dem ich je begegnet bin.”
21. Mai 2007
Die Sichtung in Nordafrika
Ist Madeleine McCann nach Marokko verschleppt worden? Eine norwegische Touristin ist sich “99,9 Prozent” sicher, dass sie die vermisste Vierjährige vor elf Tagen an einer Tankstelle in einem Vorort von Marrakesch gesehen hat. Mari Pollard (45) wurde misstrauisch, als das Mädchen, das einen Pyjama trug, seinen Begleiter fragte: “Kann ich Mama bald wiedersehen?”
22. Mai 2007
Madeleine-Ermittler kritisieren Hinweisflut
dpa. Im Drama um die vor fast drei Wochen entführte Madeleine hat die portugiesische Polizei die groß angelegte Suchaktion von Privatleuten kritisiert. Die hohe Belohnung von fast 3,7 Millionen Euro habe eine Hinweisflut ausgelöst, die kaum zu bewältigen sei und die Ermittlungen behindere. Das beklagte Chefinspektor Olegário Sousa nach Presseberichten vom Dienstag. Die Eltern Madeleines betonten in einer Erklärung, sie würden die Suche nach ihrer vierjährigen Tochter unbedingt voran treiben.
25. Mai 2007
Die Ermittler veröffentlichen die Beschreibung eines Verdächtigen: ein 1,70 Meter grosser Mann von durchschnittlichem Körperbau, weisse Hautfarbe, zwischen 35 und 40 Jahre alt.
26. Mai 2007
Polizei sucht Verdächtigen
Neue Spur im Fall der in Portugal entführten Madeleine (4). Am Freitag veröffentlichte die Polizei erstmals die Beschreibung eines Verdächtigen. Gesucht wird ein weißer Mann (1,70 m groß, 35-40 Jahre alt). Er wurde am 3. Mai um 21.30 Uhr in der Ferienanlage in Praia da Luz gesehen und habe “ein Kind auf dem Arm gehabt”, sagte Polizeichef Olegario Sousa.
Freundin soll Entführung gesehen haben
Die Entführung der kleinen Madeleine aus einer portugiesischen Ferienanlage wurde möglicherweise von einer Freundin der Eltern beobachtet. Die Polizei fahndet nach dem Verdächtigen, während sich die Eltern der Vierjährigen mit Schuldgefühlen plagen.
Die Freundin des Ehepaars McCann habe einen Mann beobachtet, der ein Kind getragen habe oder einen Gegenstand, der aussah wie ein Kind, berichten britische Zeitungen. Die portugiesische Polizei veröffentlichte die Beschreibung des möglichen Verdächtigen. Es handele sich um einen 35 bis 40 Jahre alten weißen Mann, sagte Chefermittler Olegario de Sousa.
27. Mai 2007
Wahrsagerin sagt, dass sie lebt
Laut der Hellseherin Belen Alarme, 55 Jahre alt, ist die seit dreieinhalb Wochen verschwundene Madeleine McCann noch am Leben. Die in Oviedo lebende Spanierin sagte, dass sie bereits 300 Fälle in Zusammenarbeit mit der Polizei gelöst hätte.
30. Mai 2007
Papst Benedikt XVI. empfängt die Eltern und segnet ein Foto des Mädchens.
1. Juni 2007
Die portugiesische Polizei findet die DNA-Spur einer "mysteriösen Person" in dem Zimmer, aus dem Madeleine entführt wurde.
8. Juni 2007
Englische Medien fühlen sich durch kritische Fragen aus Deutschland beleidigt
dpa. Mit deutlicher Empörung haben britische Zeitungen auf den in Deutschland geäußerten Verdacht reagiert, dass die Eltern der kleinen Madeleine in die Entführung ihrer Tochter verwickelt sein könnten. «Beleidigung für Madeleines Mutter» titelte die meistverkaufte Boulevardzeitung «The Sun». «Verachtenswürdig» lautete die Schlagzeile des «Daily Mirror». Derweil wurden Hoffnungen auf eine heiße Spur zu einem Entführer enttäuscht, die durch einen anonymen Anruf bei der Polizei geweckt worden waren. Vergeblich warteten die Eltern bislang darauf, dass sich der anonymer Anrufer erneut meldet. Der Unbekannte soll nach britischen Medienberichten der spanischen Polizei gesagt haben, er wisse, wo Madeleine zu finden sei und wolle mit deren Eltern sprechen. Bei Ermittlern von Scotland Yard, die ebenfalls mit dem Fall befasst sind, sei der Mann als möglicherweise glaubwürdig eingeschätzt worden. Der Anruf sei per Handy mit vorausbezahlter Mobilfunkkarte erfolgt, so dass er nicht lokalisiert werden konnte.
11. Juni 2007
Polizei unter schwerem Verdacht
20 Minuten. Der Chef-Ermittler soll in einem früheren Entführungsfall Zeugenaussagen manipuliert haben. Als die neunjährige Joana Cipriano im September 2004 knapp sieben Kilometer vom Ort, an dem Madeleine McCann entführt wurde, spurlos veschwand, seien Zeugenaussagen mit Gewalt erzwungen, Beweismittel manipuliert und Unterlagen gefälscht worden, berichtet die britische Zeitung «Times». Damals wurden Chef-Ermittler Gonçalo Amaral und vier andere Polizisten verdächtigt, das Geständnis von Joanas Mutter, ihr Kind ermordet und zerstückelt zu haben, mit Gewalt erzwungen zu haben. Doch trotz dieser schweren Vorwürfe ist Amaral weiterhin der Chef-Ermittler im Fall Madeleine. Die Eltern der entführten Vierjährigen, Kate und Gerry McCann, wurden über die Ermittlungen gegen die Beamten informiert. «Die Vorwürfe beunruhigen sie natürlich», sagte ein Sprecher der Familie der «Times.»
Madeleine wird in Marokko gesichtet
Gleichzeitig wurde bekannt, dass das vermisste Mädchen an einer Tankstelle angeblich in Marokko gesehen wurde. Der "Times" zufolge werde eine Frau von der Polizei vernommen. Die Ermittler warteten noch immer auf Überwachungskamera-Aufnahmen der Tankstelle bei Marrakesch, hiess es.
13. Juni 2007
Laut anonymen Brief ist Madeleine tot
Spiegel Online. Die niederländische Zeitung „De Telegraaf“ hat einen anonymen Brief erhalten, in dem behauptet wird, dass Madeleine McCann tot sei. Der Brief beschreibt laut Zeitungsartikel wo die Leiche des vierjährigen Mädchens zu finden sei. Von der Form ähnelt der Brief einem anonymen Schreiben, in dem im vergangenen Jahr der Fundort der ermordeten belgischen Schwestern Stacy und Nathalie beschrieben worden sei. Der Brief soll nun an die portugiesische Polizei weitergeleitet werden. Seit Wochen läuft die Suche nach dem verschwundenen Mädchen bisher ergebnislos.
14. Juni 2007
Eltern kritisieren Veröffentlichung des Hinweis-Briefes
Die Eltern der verschwundenen Madeleine haben die Veröffentlichung des Briefes mit Hinweisen auf den Tod ihrer Tochter scharf verurteilt. Sie seien "bestürzt" und "extrem enttäuscht", schrieb Vater Gerry McCann im Internet. Die Polizei sucht nun an der Stelle, an der die Leiche liegen soll.
15. Juni 2007
Suche nach Madeleine erfolglos abgebrochen
FAZ.net Die Suche nach der entführten kleinen Madeleine ist am Freitag nach kurzer Zeit erfolglos abgebrochen worden. Es sei „nichts gefunden worden“, zitierte die BBC portugiesische Ermittler. Polizisten hatten das in einem anonymen Brief genannte Buschland in Südportugal zwischen den Dörfern Odiáxere und Arão am Morgen durchsucht und Straßen abgesperrt. Die Gegend liegt rund 15 Kilometer von Praia da Luz entfernt, wo das britische Mädchen vor etwa sechs Wochen entführt wurde.
Die niederländische Zeitung „De Telegraaf“ hatte Anfang der Woche ein Schreiben bekommen, in dem behauptet wurde, die vierjährige Madeleine sei tot. Auf beigefügten Karten wurde eine Stelle markiert, an der sich die Leiche befinden soll. In den vergangenen Tagen hatten dennoch nur wenige Beamte das Gelände in Südportugal zwischen den Dörfern Odiáxere und Arão in Augenschein genommen.
Maddys Eltern kritisierten Veröffentlichung
Dagegen durchstreiften zahlreiche Reporter aus mehreren Ländern das Gebiet. Einige von ihnen hatten nach portugiesischen Medienberichten sogar Spürhunde angemietet. „Nicht die Polizei, sondern die Medien gehen der neuen Spur in der Algarve nach“, titelte daraufhin die Zeitung „Público“. Die vierjährige Britin Madeleine war am 3. Mai aus einer Ferienanlage an der Algarve entführt worden.
Die Eltern des Mädchens hatten die Veröffentlichung eines anonymen Briefes über den angeblichen Tod ihrer Tochter als „unsensibel und grausam“ kritisiert. Sie seien „extrem enttäuscht“, dass eine niederländische Zeitung über das Schreiben berichtete, ohne dessen Glaubwürdigkeit ausreichend zu überprüfen, erklärten sie. „Selbst wenn es wahr ist, ist es unsensibel und grausam. Man kann sich vorstellen, wie schlimm es für Kate und mich ist, so etwas aus den Medien zu erfahren“, schrieb Madeleines Vater Gerry McCann auf der Internetseite findmadeleine.com.
16. Juni 2007
Vorwürfe gegen Eltern im Fall Madeleine: 'Alle Beweise zerstört'
EUROPOLITAN. Der portugiesische Chefinspektor Oleario de Sousa, der die Ermittlungen im Fall Madeleine leitet, befürchtet, dass wichtige Hinweise auf das Verschwinden der vierjährigen Britin verloren gegangen sein könnten.
Der Chefinspektor sagte nach Angaben des britischen Senders BBC, dass so viele Personen das Zimmer des Mädchens nach ihrem Verschwinden betreten haben, dass die Spurensicherung vielleicht wichtige Hinweise nicht mehr feststellen konnte. „Im schlimmsten Fall könnten sie alle Beweise zerstört haben. Das könnte für die Ermittlungen fatal sein“, so de Sousa.
20. Juni 2007
Fall Madeleine McCann: Tourist sichtet sie bei Zigeunern
EUROPOLITAN. Wie die britische Zeitung 'The Sun' berichtet, ist die seit nunmehr über zwei Monate vermisste Madeleine McCann angeblich von einem Touristen auf einem Pferdekarren gesichtet worden.
22. Juni 2007
Neue Spur führt nach Malta
Spiegel Online. Im Fall der verschwundenen Britin Madeleine soll es neue Hinweise geben, wonach die Vierjährige mehrfach auf Malta gesehen wurde. Ein Zeuge sagte aus, er sei überzeugt, er habe das Mädchen erkannt. Sie soll eine schwarze Perücke getragen haben.
50 Ballons für "Maddie"
Lissabon. Die Eltern der seit 50 Tagen vermissten kleinen Britin Madeleine haben am Freitag am Ort ihres Verschwindens im portugiesischen Praia da Luz 50 Luftballons mit „Maddies“ Portrait steigen lassen.
26. Juni 2007
Fall Madeleine: Suche in Malta erfolglos
EUROPOLITAN. Die Suche nach der seit Wochen vermissten 4-jährigen Madeleine bleibt auch auf der Insel Malta erfolglos.
Dutzende Hinweise gaben Anlass zu Hoffnungen, dass Madeleine sich in Malta befinden würde. Bereits vor drei Wochen soll die kleine Engländerin auf der Mittelmeerinsel gesichtet worden sein. Vor einer Woche wollen zwei britische Touristen das Mädchen in der Nähe des Bahnhofs in Valletta gesehen haben. Ein Einheimischer hat ein Mädchen, dass er für Madeleine hielt, mit dem Mobiltelefon fotografiert. Weitere Hinweise gingen am vergangen Freitag bei der Polizei ein.
Die Polizeibeamten sowie die Hafenbehörde auf Malta erhielten auf ihrer Suche Fotos von der vermissten Madeleine. Berichte im Fernsehen und Radio sollten weitere Aufmerksamkeit auf das verschwundene Mädchen lenken. Am vergangenen Samstag musste jedoch die Polizei in Malta mitteilen, dass alle Bemühungen fehlgeschlagen sind und es keine Spur im Fall Madeleine auf der Mittelmeerinsel gebe.
28. Juni 2007
Polizei nimmt Verdächtige im Fall Madeleine fest
Spiegel Online. Überraschender Fahndungserfolg im Fall der vierjährigen Britin Madeleine McCann. Die spanische Polizei soll im Zusammenhang mit dem Verschwinden des Kindes einen Italiener und eine Portugiesin festgenommen haben.
Polizei nimmt zwei Trittbrettfahrer fest
Stern. Seit zwei Monaten ist die vierjährige Madeleine spurlos verschwunden. Nun haben offenbar Betrüger versucht, sich an der tragischen Geschichte zu bereichern: Die Polizei nahm zwei Verdächtige fest, die versucht hatten, die Familie des Mädchens zu erpressen.
29. Juni 2007
Richter verhängt Newssperre!
Blick Online. Jetzt wirds den spanischen Behörden offenbar doch zu bunt: Nach den neusten Festnahmen von gestern verfügte ein Richter, dass die Polizei fortan stumm bleiben müsse.
30. Juni 2007
Kinderschänder-Pärchen verhaftet
Berliner Kurier. Für Madeleines Eltern waren es Stunden voller Hoffnung: Die Polizei nahm ein Pärchen fest, das den McCanns Informationen über ihre entführte Tochter angeboten hatte. Der Mann wurde mit internationalem Haftbefehl gesucht - wegen Kindesmissbrauchs. Doch dann die Enttäuschung: Das Paar wollte nur Geld erpressen.
03. Juli 2007
Eltern kritisieren Madeleine-Spot vor Kinofilm für Kinder
PA/itp. Vor dem Animationsfilm "Shrek 3" schalteten die McCanns einen Kinospot, der auf die Entführung ihrer Tochter hinweist. Dieser Kinospot sorgt nun für Ärger. Der Kurzfilm sei nicht angebracht und verängstige kleine Kinder, kritisierten Eltern und Blogger auf der Webseite Mumsnet. Laut der Nachrichtenagentur AP seien bislang 400 Klagen auf der Internetseite eingegangen. Die britische Kinokette Odeon will demzufolge den Spot nicht mehr vor "Shrek" zeigen, jedoch vor anderen Filmen. Der kurze Spot zeigt nach Angaben der Zeitung "Daily Mail" ein Bild von Madeleine und erklärt, wie sie entführt wurde
13. Juli 2007
Madeleine: Enthüllungsjournalist ist sich sicher: Dahinter steckt ein Pädophilenring

Recherchen eines spanischen Journalisten könnten beweisen, dass die vierjährige Madeleine McCann von einem europaweit agierenden Pädophilenring entführt wurde.
20 Minuten. Die Recherchen des Aufdeckungsjournalisten Antonio Toscano führen zum 57-jährigen Bernard Alapetite, der als Chef eines Pädophilennetzes bereits 1997 in Frankreich verhaftet worden war.
Toscano hatte Alapetite bereits am 7. Juni - auf Basis seiner neunjährigen Erfahrung mit verdeckten Recherchen im Pädophilen-Milieu - in einem Artikel in der Tageszeitung «El Mundo» für die Entführung von Madeleine McCann verantwortlich gemacht. Nun überreichte er seine Daten der portugiesischen Polizei: Toscano ist fest überzeugt, dass das Pädophilennetz von einigen Mitgliedern der Justiz gedeckt wird, wie in der österreicherischen Tageszeitung «Der Standard» berichtet.
Verbindungen zur Politik
Laut Toscano hat der zweite Verdächtige im Fall Madeleine, Danilo C., direkte Verbindung zu Alapetite. Als Danilo C. in Nizza wohnte, wurde demnach sein Haus von Alapetite sowie vom Präsidenten der Provinz Castellón, Carlos Fabra, und dem Ex-Präsidenten des Fussballclubs AC Milan des Öfteren besucht. In Gerichtsakten, die bereits 2002 in Castellón eingereicht wurden, bezichtigen misshandelte Kinder Farina, Fabra und einen Alapetite mehrerer Sexualverbrechen, die in der Bar España in Benicarlo begangen wurden.
«Madeleine ist am Leben», sagt Toscano mit Überzeugung. Mit dem Medienrummel sei ihr Preis gestiegen, und Alapetite habe sie noch nicht verkauft. Bis zu 400.000 Euro seien die Kinder «wert», und die maximal zehnminütigen Clips über Kinderschändung kosten zwischen 1000 und 18.000 Euro. «Der Umsatz der Branche kann sich mit dem Drogenhandel messen.»
Immer wieder in Kontakt
Toscano weiss auch aus Kreisen der Ermittler von einem Telefongespräch, eine Woche vor Madeleines Entführung, in dem Alapetite Kontakt zu Freunden an der Algarve aufgenommen hat. «Das Netz verfügt über eine ausgedehnte Logistik», meint der Journalist, «Madeleine wurde höchstwahrscheinlich schon in England ausgewählt, da ihr Aussehen den Geschmack vieler Pädophiler trifft.»
Nach dem Bericht von El Mundo über Toscanos Recherchen wird nun der zuständige Generaljustizdirektor Antonio Gasbaldi Matteo die ad acta gelegten Fälle aus Castellón und um das Netzwerk wieder aufnehmen. Mitkläger ist die Organisation Aviscin, die für die Rechte sexuell missbrauchter Kinder in einem korrupten Justizsystem kämpft.
«El Frances», so Alapetites Deckname, wurde bereits in Frankreich zu drei Jahren Haft verurteilt, verbüsste aber nur eineinhalb davon, da man ihn als «Konsument» einstufte. Alapetite ist Pornoproduzent der homosexuellen Schiene und wird der Rechtsaussen-Partei von Jean Marie Le Pen zugerechnet.
Bemerkung der ITP-Redaktion:
Dafür, dass von Madeleine jede Spur fehlt, weiss man über mögliche Täter enorm viel.
18. Juli 2007
Magische Hilfe für entführte Maddie
Die Suche nach der seit zwei Monaten vermissten Maddie erhält prominente Hilfe: «Harry Potter» soll den Ermittlern unter die Arme greifen.
Dies hat die Autorin J. K. Rowling (42) veranlasst. Wenn ihre Verleger den siebten Band des Erfolgswerks an Buchhandlungen in 200 Ländern verschicken, legen sie den Lieferungen nun Poster bei, auf denen Maddies Gesicht und eine Kontaktadresse abgebildet sind.
01. August 2007
Maddie soll auf Boot festgehalten worden sein
Spiegel Online. Seit mehr als elf Wochen ist die Vierjährige verschwunden, doch die groß angelegte Suche nach ihr hat bislang wenig zu Tage gefördert. Maddies Eltern, Gerry und Kate McCann, leben zwischen Angst und Alltag - und werden nun mit neuen Enthüllungen konfrontiert.
Der "Daily Express" berichtet, dass die am 3. Mai aus einem Ferienhaus im portugiesischen Praia da Luz verschwundene Madeleine nach Auffassung der Ermittler von Entführern auf einem Boot außer Landes gebracht worden sei. Augenzeugen hätten einen Mann und eine Frau gesehen, die Stunden nach dem Verschwinden Maddies ein blondes Mädchen zum Yachthafen von Lagos getragen hätten, so das Blatt.
"Wir gehen davon aus, dass Madeleine sich nicht mehr in Portugal befindet", zitiert die Zeitung eine "Polizei-Quelle". Sie mit einem Schiff fortzuschaffen, sei "der wahrscheinlichste Weg", sie außer Landes zu bringen. Vier Personen, darunter drei Briten, hätten die Ermittler inzwischen befragt. Wasserschutzpolizisten seien dazu angehalten worden, nach Haaren von Maddie, welche die Entführer abgeschnitten haben könnten, Ausschau zu halten. Bislang jedoch gebe es keine neuen Hinweise, schreibt der "Daily Express".
Hetzkampagne gegen Maddys Eltern
stern.de. Seit 88 Tagen ist die kleine Madeleine, die aus einer Ferienanlage in Portugal entführt wurde, verschwunden. Die Eltern sind britischen Medienberichten zufolge jetzt Opfer einer Hetzkampagne im Internet geworden.
Wie die britische Boulevardzeitung "The Sun" vor kurzem meldete, soll der Hauptverdächtige Robert Murat (33) von einer Bekannten der McCanns, Dr. Fiona Payne (34), dabei beobachtet worden sein, wie er am Abend der Entführung einen Blick in das Apartment der McCanns geworfen hatte. Freunde von Madeleines Eltern glauben, dass der Brite lügt. Murat behauptet dagegen, er habe sich am Tag der Entführung zuhause aufgehalten. Die portugiesische Polizei erklärte jedoch, dass Murats Alibi noch von anderen Zeugen - wie seiner Mutter Jenny - bestätigt werde.
Murat, der bereits elf Tage nach der Tat zum ersten Mal und am 10. Juli wieder verhört wurde, hatte erneut den Verdacht der Polizei erregt. Auf seinem Computer war eine E-Mail gefunden worden, in der von einem "englischen Kind" die Rede ist. Die Beamten wollten außerdem in Erfahrung bringen, warum der Brite in der Nacht der Entführung mit einem örtlichen Computerexperten telefoniert hatte. Murat wohnt gemeinsam mit seiner 71-jährigen Mutter in einer Villa, die nur 100 Meter vom Tatort entfernt liegt.
Wie der "Daily Mirror" berichtete, wurden auch drei Freunde der McCanns, Dr. Fiona Payne, Dr. Russell O’Brien (36) und Rachael Oldfield (36), die am Abend der Entführung gemeinsam mit den McCanns in der Tapas-Bar waren, bereits zweimal von portugiesischen Beamten vernommen. Oldfield: "Wir sind mehr als glücklich, wenn wir der Polizei bei ihren Ermittlungen helfen können. Jeder von uns will alles nur Erdenkliche tun, damit Madeleine gefunden und wieder mit ihren liebenden Eltern vereint werden kann."
Die Hetzkampagne gegen die McCanns begann ursprünglich in Portugal, von wo aus sie nach Großbritannien schwappte. Maddys Eltern waren in die Kritik geraten, weil die portugiesischen Medien angeblich Widersprüche in ihren Aussagen entdeckt hatten. Laut "Daily Express" wurde Madeleines Eltern und befreundeten Familien in einer portugiesischen Zeitschrift vorgeworfen, sich hinter einem "Pakt des Schweigens" zu verstecken. Den McCanns ist es allerdings aufgrund des portugiesischen Rechts nicht möglich, sich öffentlich in Portugal zu dem Fall zu äußern, solange die Ermittlungen andauern.
07. August 2007 (Update)
Spekulationen in der Schweiz
itp Im schweizerischen Appenzell verschwindet die 5 1/2 Jahre alte Ylenia. Offensichtlich wurde das Mädchen Opfer eines Gewaltverbrechens. Der mutmassliche Täter, ein Auslandschweizer von zweifelhaftem Ruf, richtet sich selbst. In der unmittelbaren Nähe des Toten findet die Polizei Gegenstände die dem Mädchen gehört haben. Vor dem Suizid hatte der mutmassliche Kindsentführer einen Unbeteiligten angeschossen. Vom Mädchen selbst fehlt trotz intensiver Suche der Polizei jede Spur. Schon bald wurde der mutmassliche Täter in Verbindung mit verschiedenen Fällen von verschwundenen Kindern aus den Achzigern des vergangen Jahrhunderts gebracht. Just seit 1990, als der betreffende Schweizer nach Spanien auswanderte, gab es keine neuen Fälle mehr von verschwundenen Kindern.
Verschiedene Medien brachten nun den mutmasslichen Täter im Fall der kleinen Ylenia auch in Verbindung mit dem Fall Maddie. Der mutmassliche Täter soll sich zu einem nicht genauer definierten Zeitpunkt ebenfalls im portugiesischen Algarve aufgehalten haben.
WENDE IM FALL MADDIE
Quelle: 20 Minuten
Verschwundene Madeleine: Keine Entführung

Die portugiesische Polizei geht seit heute davon aus, dass Maddie nicht entführt wurde, sondern in ihrem Zimmer zu Tode kam.
Der Fall der verschwundenen Maddie nimmt eine überraschende Wende. Die portugiesische Kriminalpolizei geht inzwischen von der Annahme aus, dass die Vierjährige nicht entführt, sondern in ihrem Zimmer in einer Ferienanlage an der Algarve-Küste zu Tode gekommen ist.
In der Ferienwohnung, aus der das Mädchen Anfang Mai spurlos verschwunden war, seien Blutspuren entdeckt worden, berichtete die Zeitung «Jornal de Notícias». Danach durchsuchten die Ermittler nochmals mit Hilfe von britischen Leichenspürhunden und Infrarotlampen das Zimmer. Die Untersuchung ist abgeschlossen und führt zu einer neuen Einschätzung des Falls: Die Ermittler nehmen nun an, dass das Blut im Zimmer von Madeleine stamme. Jemand habe versucht, die Blutspuren an einer Wand zu beseitigen.
Mordfall oder Unglück?
Ausserdem glauben die Ermittler, dass Madeleine in dem Zimmer zu Tode kam. Damit die britischen Spezialhunde die Geruchsspuren einer Leiche erschnüffeln können, muss ein Opfer mindestens zwei Stunden lang tot gewesen sein, erklärte einer der Polizeispezialisten der Zeitung «Correio da Manha». Die Ermittler glauben deshalb, dass Maddie ermordet wurde oder tödlich verunglückte und ihre Leiche erst nach «zwei bis vier Stunden» aus dem Zimmer entfernt wurde. Nähere Einzelheiten wurden nicht genannt.
09. September 2007 (Update)
Die Ermittlungen führen zurück zu den Eltern
itp Die Eltern der vermissten Maddie geraten nach über vier Monaten Ermittlungen und einer beispiellosen durch die Eltern instrumentalisierten Medienkampagne selbst in den Fokus der Ermittlungsbehörden. Sowohl die Mutter wie auch der Vater der vermissten Madelaine McCann gelten nun für die portugiesische Polizei als verdächtigt ihre eigene Tochter umgebracht und beseitigt zu haben. Grund für die Verdächtigung sind DNA Funde von Maddie in einem erst nach dem Verschwinden des kleinen Mädchens durch die Eltern gemieteten Autos. Auch die Antworten der Mutter und des Vaters auf konkrete Fragen der Polizei konnten die Verdächtigungen gegen sie nicht entkräften. So sind verschiedene Handlungen der McCanns nach dem Verschwinden rätselhaft und nicht wirklich plausiebel.
Auch wenn die Wende im Fall Maddie nicht wirklich überzeugt und nur die traurige Hilflosigkeit der Ermittlungsbehörden offenbart, muss aus objektiver Sicht heraus gesagt werden, dass die Erweiterung des Fokus auch auf die Eltern ermutigend ist. Denn geht man einmal rein von ähnlichen Szenarien aus vergangenen Fällen durch, finden sich dutzende von Kindsmorden durch Eltern. Kindsmorde durch Sexualverbrecher sind im Vergleich dazu äusserst selten. Verschleppungen für Menschen- und Organhandel finden zwar statt, aber wozu sollten kriminelle Organisationen ausgerechnet ein wohlbehütetes westliches Kind verschleppen, solange es Gegenden auf der Welt gibt, wo das Verschwinden von Kindern niemandem auffällt, bzw. sogar erwünscht ist?
Der Fall Ylenia (Update)
Auch im Fall der kleinen Ylenia scheinen die Ermittlungen zu stocken. Die Boulevardzeitung BLICK wird durch die Ermittlungsbehörden gerügt die Ermittlungen aktiv zu behindern. Durch laienhafte Recherchen, Spekulationen und teilweise falsche Spuren würden Ermittlungsbehörden zu stark gebunden und bei den Eltern (und der Öffentlichkeit) falsche Hoffnungen geweckt.
Fazit durch ITP-arcados
Sowohl der Fall Maddie als auch der Fall Ylenia zeigen auffällige Gemeinsamkeiten. So sind die allgemein bekannten Umstände in beiden Fällen äusserst mysteriös und undurchsichtig. Die wichtigste Gemeinsamkeit ist in beiden Fällen natürlich das Fehlen irgendeiner Spur der beiden Kinder. Gemeinsam ist auch die Rolle der Medien. Statt investigativ und fair von Tatsachen zu berichten, wird in beiden Fällen zumeist nur spekuliert und die wenigen vorhandenen Spuren und Hinweise überinterprätiert. Das alles mit fataler Auswirkung auf die öffentliche Meinung und Behinderungen der Ermittlungsbehörden.
Dabei gäbe es interessante Details, besonders im Fall Ylenia, die durchaus eine objektive und sachlichen Betrachtung wert wären: So wurde berichtet, dass der mutmassliche Entführer Von Aesch sich im Internet auf "Pädophilenforen" herumgetrieben habe. Laut seiner Witwe war Von Aesch aber alles andere als ein Freund von neuen Dingen wie Computern und kaum in der Lage ein Email-Programm zu bedienen. Der Computer des Ehepaars Von Aesch war ein Geschenk eines Freundes. Wahrscheinlich stammen also die Daten, die Ermittlungsbehörden festgestellt haben, vom Vorbesitzer des Computers. Spekulation, bestimmt, aber ein nicht unwesentlicher Punkt, der sich ganz konkret überprüfen liesse.
Es gibt aber noch andere Fragen im Fall Ylenia, die für die Aufklärung wichtig wären: So zum Beispiel die Frage, warum Von Aesch Ylenias Kleider sorgfältig verpackt hat und die Dinge so auffällig deponiert hat. Dieses Verhalten ist nicht logisch, wenn man ein Verbrechen wie ein Tötungsdelikt verschleiern möchte. Der Suizid steht auch im Widerspruch zu der "offensichtlichen Mühe" die Von Aesch bei der Beseitigung des Mädchens an den Tag gelegt zu haben scheint. Denn trotz des fast lückenlosen Wissens über den Aufenthalt Von Aeschs vor dem Suizid (Fahrtroute etc.), und obwohl die Poizei fast jeden Stein zwei bis dreimal umgedreht hat, gibt es keine Leiche.
Dann gibt es noch so eigenartige Dinge wie der Tatsache, dass Von Aesch zuerst auf einen Mann schoss - nachher aber mit einer anderen Waffe sich selbst richtet.
Es gäbe also Fragen, die man mithilfe der Witwe und der Ermittlungsbehörden aufgrund des bislang gefundenen Materials klären könnte. Warum die meisten Medien auch in diesem Fall versagen und ihre wichtige Rolle als vierte Macht im Staat missachten, lieber spekulieren und Falschinformationen transportieren als seriös bei der Klärung zu helfen, wird wohl für immer ein Rätsel bleiben.
Wir hoffen, dass beide Mädchen noch leben und irgendwann wieder auftauchen. Noch geringer wahrscheinlich als die Hoffnung des Auffindens der Mädchen haben wir die Hoffnung, dass Medienschaffende aus den Fällen lernen und nicht aufgrund grosser Schlagzeilen und grosser Auflagszahlen ihre Ethik und Moral ausser Acht lassen. Offensichtlich wurden beide Mädchen Opfer eines Verbrechens. Man muss sie nicht auch noch zu Medienopfern machen.
Stand 09. September 2007 :: Ende der Beobachtung der Fälle
© ITP-pe 2007
Nachtrag zum Fall Ylenia 15. Septmeber 2007
Heute fand man die Leiche der kleinen Ylenia nicht weit von dem Ort wo ihr mutmassliche Mörder auf einen zufälligen Passanten geschossen hatte. Wir wünschen der Familie von Ylenia viel Kraft in dieser schweren Zeit. red itp
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