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Aktuelle Beiträge / Archiv / Sexualstraftäter
US-Behörden stellen Sexual-Täter an den Internet-Pranger
Das US-Justizministerium hat auf einer neuen Website die Namen von zehntausenden Sexualstraftätern öffentlich gemacht. Eltern und besorgte Bürger sollen sich so besser informieren können.
Die nationale Datei unter der Internetadresse www.nsopr.gov listet verurteilte Sexualstraftäter aus 22 Bundesstaaten auf und nennt dabei Namen, Daten und Details der Verurteilung und liefert oft ein Foto dazu. US-Justizminister Alberto Gonzales hatte die Einrichtung der Website im Mai angekündigt.
«Die Bürger können ab sofort die aktuellsten Informationen über die Identität und den Wohnort der bekannten Sexualstraftäter finden, auch ausserhalb des eigenen Bundesstaats», sagte Regina Schofield vom US-Justizministerium.
Die Website solle es Eltern und besorgten Bürgern ermöglichen, das Land besser vor Sexualstraftätern zu schützen. In den USA werden mehr als 500 000 Sexualstraftäter gezählt. Die Rückfallquote sei laut Statistik hoch, hiess es.
Quelle: SDA / ATS 21.07.2005
Kommentar ITP:
"Opferschutz vor Täterschutz". Der Slogan ist beschönigend, denn oft werden damit Massnahmen verkauft, die keinen zusätzlichen Opferschutz bieten, sondern nur den Zweck haben, dem Täter zu schaden. Wir bei ITP sind uns sicher, dass dieser Internet-Pranger bald zu Sebstjustiz führen wird. Darum halten wir diese Massnahme für inhuman und einen Rückschritt zu mittelalterlichen Methoden.
Nachtrag:
Wegen Internet-Pranger: Selbstjustiz an Sex-Tätern
Im US-Staat Maine sind zwei verurteilte Sexualstraftäter in ihren Wohnungen erschossen worden. Die Behörden sperrten daraufhin eine im Internet zugängliche Datenbank mit den Namen, Fotos und Adressen von mehr 2200 registrierten Sexualtätern.
Bei den Erschossenen handele es sich um einen 24 und einen 57 Jahre alten Mann, teilte die Polizei mit. Kurz nach den Taten am Sonntag in Boston habe ein 19-jähriger Verdächtiger Selbstmord begangen. Das Fahrzeug des Kanadiers sei zuvor an einem der beiden Tatorte gesehen worden.
Quelle AP 17.04.2006
Kommentar ITP:
No comment!
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Weiterführende Links:
Ein kritischer Bericht in der Süddeutschen zu den Internet-Pranger in den USA und ihren Auswirkungen.
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