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Aktuelle Beiträge / Archiv / Sexueller Missbrauch
Kinder dürfen dem Weihnachtsmann nicht auf den Schoss sitzen
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Furcht vor Pädophilie-Vorwürfen
(sda/afp) Eine Kleinstadt in Neuseeland hat ihren Kindern verboten, sich auf den Schoss des Weihnachtsmanns zu setzen - aus Angst vor späteren Anschuldigungen sexueller Belästigung. Die Kinder aus Mosgiel auf der neuseeländischen Südinsel müssten beim Vortrag ihrer Weihnachtswünsche neben dem Mann mit dem weissen Bart Platz nehmen, auf extra dekorierten «Elfenstühlen», teilte die Organisatorin vom örtlichen Gewerbeverein mit.
Die Vorsichtsmassnahme sei zwar «lächerlich», aber notwendig. Niemand wolle riskieren, dass später einmal Vorwürfe wegen eines angeblich unsittlichen Verhaltens der Weihnachtsmänner laut würden. Der diesjährige designierte Weihnachtsmann versteht die Welt nicht mehr: «Es ist verdammt lächerlich. Ich kann gar nicht glauben, dass wir so politisch korrekt geworden sind.»
Die Angst der Organisatoren schränkt die Kinder in Mosgiel in diesem Jahr weiter ein: Während sie sonst bei der Veranstaltung mit traditionell nach Süssigkeiten greifen, die in die Luft geworfen werden, müssen sie diese in diesem Jahr aus einem Korb nehmen. Dies sei nicht so gefährlich.
Quelle: NZZ (Neue Zürcher zeitung)
Nachtrag:
In Zürich dürfen die Nikoläuse und Knecht Ruprechts Kinder nicht mehr auf den Schoss nehmen. Damit will der Berufsverband der etwa hundert professionellen Nikoläuse Zürichs möglichen Pädophilievorwürfen gegen seine Mitglieder vorbeugen.
Quelle: Verschiedene Medien November 2005
In einem Bericht mit dem Titel "Streicheleinheiten sind gestrichen" wird der Präsident der Nikolausgesellschaft Zürich, Walter Furrer, wie folgt zitiert: Man habe sich dann ein Worst-Case-Szenario durch den Kopf gehen lassen: Alleinerziehende Mutter in der Stube mit Bub. Verlassene Mutter ist sauer auf alle Männer. Schmutzli steht hinter Samichlaus, sieht nichts. Mutter behauptet, Samichlaus habe Bub unsittlich berührt. "wir wären absolut machtlos".
Quelle: Weltwoche Dezember 2005
Weiterführende Links:
Medienbeiträge, die eine Hysteriesierung bei sexuellem Missbrauch kritisch beleuchten
© ITP-pa/pe 2003/2005
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