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Das Buch ist vergriffen und zur Zeit nur über Reseller erhältlich.
Kurzbeschreibung:
Es gibt erwachsene Menschen, die Kinder nicht nur erotisch bevorzugen, sondern sogar ausschliesslich begehren. Diese einfach klingende Erkenntnis verdient festgehalten zu werden. Wenn Pädophilie eine erotisch-sexuelle Präferenz ist, dann wird sie sich zwangsläufig melden und hervortreten. Sie vorschnell als Fixierung zu relativieren und als Perversion der Psychiatrie zu überantworten, verbaut den Zugang.
Prof. R. Lautmann
Rüdiger Lautmann, geboren 1935, ist o. Professor für Soziologie an der Universität Bremen. In den Siebzigerjahren hat er sich in der Rechts- und Kriminalsoziologie einen Namen gemacht und mehrere Bücher über die Justiz, die Polizei und über abweichendes Verhalten veröffentlicht: "Der Zwang zur Tugend" (nicht mehr lieferbar); "Die Gleichheit der Geschlechter und die Wirklichkeit des Rechts", 1990; "Der Homosexuelle und sein Publikum", 1997; Mitautor von "Ausgrenzung macht krank", 2000; Mitautor von "Lexikon zur Soziologie", 1993; Mitautor von "Männerliebe im alten Deutschland", 1992; "Homosexualität", 1993, nicht mehr lieferbar; Mitautor von "Vom Guten, das noch stets das Böse schafft", 1993; Mitautor von "Nationalsozialistischer Terror gegen Homosexuelle", erschien 2000.
"Sie lieben die Jungen wirklich, lesen ihnen jeden Wunsch von den Augen, organisieren Ausflüge, kaufen Spielzeug und fühlen sich nur unter Kindern wohl." So charakterisiert Rüdiger Lautmann seine Interviewpartner, sechzig in der Mehrzahl pädophile Männer, die Kinder unter 14 Jahren lieben und die in aller Regel versteckt in der Gesellschaft leben. Dies ist das erste deutschsprachige Projekt, das die sozio-sexuellen Seiten der Pädophilie empirisch erforscht. Es bewegt sich entschieden ausserhalb psychiatrischer oder kriminologischer Ansätze, die auf so eingeengte Populationen wie Patienten, Anstaltsinsassen oder Straffällige beschränkt bleiben müssen. Es zielt auf das so genannte Dunkelfeld, das heisst, es wird eine unausgelesene Gruppe beschrieben. Pädophilie wird gegen Inzest und Kindesmissbrauch abgegrenzt: Die Erwachsenen-Kind-Kontakte finden nicht innerhalb der Familie statt, und sie tragen keinen ausbeutenden oder gar aggressiv-sadistischen Charakter. Zum ersten Mal wurde die Frage gestellt, was solche Menschen zu ihrem Handeln treibt, und in diesem Essay werden die wichtigsten Ergebnisse präsentiert, u.a.
- die erotische Attraktion am Kind
- das sexuelle Geschehen
- der moralische und historische Hintergrund
Die Publikation hat seinerzeit die Journalistin Barbara Lukesch zu einem Verriss der besonderen Art provoziert ("Bloss spielerisch oder schon widerlich?", Weltwoche, 23.2.95). Sie hat für Pädophile nicht viel übrig, genauer gesagt: Sie speit Gift und Galle. In ihrer Rezension bemängelt Lukesch die Tatsache, dass Kinder überhaupt nicht um ihre Meinung zum Thema befragt worden waren. Doch wenn sie befragt werden, wenn auch erst Jahre nachher - wie im Buch "Heimliche Liebe" von Wolf Vogel geschehen -, dann ist es auch wieder nicht recht. Sie hat sich auch zu diesem Buch geäussert (in der "Weltwoche", Nr. 5/1998), nur noch viel abschätziger, da kein so renommierter Professor als Autor dahinter stand. Schliesslich kann nicht sein, was nicht sein darf: Alles nur "pädophile Propaganda-Literatur"!
Weiterführende Links:
Aktuell auf ITP
- 30.05.2008
Durch Computerprogramm Hafturlaub gestrichen - Bundesgericht heisst Beschwerde gut
- 24.04.2008
Neue Beratungsstelle für Pädophile in der französischen Schweiz
- 27.01.2008
Zwangsgedanken, pädophil zu sein.
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